Mit 16 habe ich meinen allerersten Tauchgang im Mittelmeer gemacht. Als ich zum ersten Mal einen riesigen Oktopus aus den Felsen auftauchen sah, habe ich begriffen, dass sich unter der Wasseroberfläche eine völlig neue Welt verbirgt, von der ich bisher keine Ahnung hatte.
Seitdem hat mich das Tauchen auf vier Kontinente geführt und mir Orte gezeigt, die viele Menschen niemals zu sehen bekommen. Und trotzdem gibt es noch diese ganz besonderen Ziele, die auf jeder Taucher-Bucket-List ganz oben stehen. Madeira gehört definitiv dazu, nicht zuletzt wegen des legendären Schiffswracks Afonso Cerqueira.
Zu diesem Zeitpunkt meiner Reise war ich allein unterwegs, und ganz ehrlich: Tauchen gehört zu den besten Dingen, die man alleine erleben kann. Du lernst sofort Leute kennen, und die gemeinsame Euphorie nach einem richtig guten Tauchgang schafft direkt eine besondere Verbindung.

Madeira hat meine Erwartungen als Tauchspot komplett übertroffen. Du kannst hier das ganze Jahr über tauchen, das Wasser ist kristallklar und die Tauchspots auf Madeira sind extrem abwechslungsreich – perfekt für Einsteiger wie auch für erfahrene Taucher. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über das Tauchen auf Madeira wissen musst.
Warum Madeira ein echtes Highlight für Taucher ist
Was das Tauchen auf Madeira wirklich besonders macht, ist die unglaubliche Sicht unter Wasser. Mit Sichtweiten von oft 30 bis 40 Metern ist die Sicht hier unfassbar gut. Statt vager Silhouetten hast du richtige Landschaften unter Wasser vor dir. Vulkanische Formationen, Riffe und all die bunten Meeresbewohner kommen hier in richtig beeindruckender Klarheit zur Geltung.
Ein weiterer riesiger Vorteil beim Tauchen auf Madeira ist die Wassertemperatur. Das Wasser hat je nach Jahreszeit so um die 18 bis 24 °C. Mit dem passenden Neoprenanzug ist es angenehm – nicht zu kalt, nicht zu warm – genau richtig für lange Tauchgänge.
Tauchsaison auf Madeira: Wann ist die beste Zeit zum Tauchen?
Die Tauchsaison hier dauert das ganze Jahr, und das ist einfach großartig. Im Sommer ist das Wasser wärmer und das Meer ruhiger, während der Winter etwas kühlere Temperaturen bringt – aber die Sicht bleibt fantastisch.
Von Juni bis Oktober ist für mich die beste Zeit zum Tauchen auf Madeira: ruhiges Wasser, fantastische Sicht (oft 30 bis 40 Meter) und warmes Wasser um die 22 bis 24 °C. Im Sommer hast du außerdem die besten Chancen, große Fischschwärme und pelagische Arten zu entdecken.
Frühling und Herbst sind super Nebensaison-Monate, in denen du immer noch gute Bedingungen und tolle Sichtweiten genießen kannst. Im Winter (Dezember bis März) ist das Wasser etwas kühler, meist um die 18 bis 19 °C, und das Meer kann zeitweise etwas unruhiger sein. Trotzdem bleibt die Sicht gut, und es ist eine fantastische Zeit, um Makroleben wie Nacktschnecken zu entdecken. Egal wann du tauchst – Madeira bietet immer gute Bedingungen. Es kommt nur darauf an, ob du warmes Wasser, richtig große Tiere oder etwas ruhigere Spots erleben willst.
Wo sind die besten Tauchspots auf Madeira?
Einige der besten Spots zum Tauchen auf Madeira befinden sich entlang der Südküste der Insel: vulkanische Formationen, glasklares Wasser und ruhige Bedingungen machen jeden Tauchgang zu einem Erlebnis.

Einer der absoluten Highlights auf Madeira ist das Schiffswrack Afonso Cerqueira bei Cabo Girão. Das beeindruckende Wrack liegt zwischen 12 und 30 Metern Tiefe und wird inzwischen von einer bunten Unterwasserwelt bewohnt.
Wenn du Lust auf Rifftauchen hast, sind Arena Reef, Ponta da Oliveira und Lido top. Ruhiges Wasser, bunte Fische und beeindruckende Vulkanformationen – perfekt für Taucher jeden Levels. Ich war persönlich am Arena Reef – und kann nur sagen: ein absoluter Traum! Das Highlight war, dass ich durch eine natürliche Unterwasserhöhle schwimmen konnte - einfach unglaublich!



