Traditioneller madeirischer Tagesausflug in die Berge

Ein authentisches Erlebnis auf Madeira: Essen, Kultur und Natur auf einem lohnenden Ausflug
Mann in heller Kleidung lächelt auf einem Sofa sitzend.
James Thompson
Kulinarische Reisen
Datum:
Okt. 01, 2025
Lesezeit:
-min
Ein traditioneller madeirischer Tagesausflug in die Berge hat schon etwas Magisches. Ist es doch eine Gelegenheit, sowohl die betörende Schönheit der vielfältigen Landschaften Madeiras als auch das reiche kulturelle Erbe der Insel zu erleben - von hohen Gipfeln bis zu stillen Wäldern.
Unser Tag begann gegen 10:00 Uhr in Funchal, von wo aus wir zu einem kleinen Roadtrip aufbrachen, der uns zu einigen der atemberaubendsten Orte der Insel führen sollte. Unser erster Halt war Poiso, wo wir im Abrigo do Poiso auf einen Kaffee anhielten. Dieser Ort wirkt wie ein Treffpunkt für viele Abenteurer, Reisende und Wanderer, die ihren Tag in den Bergen beginnen. Mit höheren Lagen vor uns und dem belebenden Kaffee waren wir bereit für unser nächstes Ziel: Pico do Areeiro, den dritthöchsten Gipfel Madeiras.
Als wir kurz nach 11:00 Uhr ankamen, wirkte die Gegend zwar lebhaft! Die Luft war frisch und obwohl die Wolken schnell über die Gipfel zogen, konnten wir die dramatischen Ausblicke noch in vollen Zügen genießen. Das Licht war ideal für Fotos und es gab noch viele ruhige Ecken, um die Landschaft in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen. Ich kam nicht umhin, zu denken, wie atemberaubend es hier bei Sonnenuntergang wohl sein muss.
Von dort aus fuhren wir weiter nach Santana, eine Gegend, die für ihre malerischen, strohgedeckten Häuser und tiefgrünen Täler bekannt ist. Die Fahrt führte uns durch Ribeiro Frio und São Roque do Faial, wo wir die Ponte da Ribeira da Metade, eine wunderschöne alte Steinbrücke, überquerten, die wie direkt aus einem Film wirkt.
Kurz danach bogen wir von der Straße ab und machten uns auf den Weg zum Pico das Pedras, einem Hochlandgebiet, das unser Ausgangspunkt für eine kurze Wanderung war.
Den Wanderweg, dem wir folgten - PR 9.1 - Um Caminho Para Todos („Ein Weg für alle“) - kann man als angenehmen und gemütlichen Spaziergang beschreiben, der durch den üppigen Lorbeerwald führt. Es ist ein friedlicher Weg, im Schatten alter Bäume, begleitet vom Gesang der Vögel und dem Plätschern des Wassers.
Nach etwa 30 Minuten erreichten wir den Parque Florestal das Queimadas, einen der ikonischen Picknickplätze der Insel.
Hier ging der Tag vom Sightseeing in die Feierlaune über. Wir breiteten unser Mittagessen aus: Espetada, das ikonische Rindfleisch am Spieß, über Holzfeuer gegrillt - bereit, den wahren Geschmack des traditionellen Essens Madeiras zu genießen.
Nach dem Essen in einigen gehobenen Restaurants in Funchal war es eine willkommene Abwechslung, einmal so leckeres, einfaches Essen zu genießen. Fleisch, Kartoffeln, Brot und Wein. Perfekt!
Als ich einigen einheimischen Freunden erzählte, dass ich hier Espetada aß, waren sie beeindruckt: „Lokaler geht es nicht mehr“, war ihre Antwort. So verbringen Familien ihre Wochenenden in einer außerordentlichen Umgebung. Die Waldatmosphäre war einfach bezaubernd. Man ist hier wirklich eins mit der Natur.
Zeit für Wein… und wir bemerkten, dass wir keinen Korkenzieher eingepackt hatten, also mussten wir kreativ werden, um die Weinflasche zu öffnen - was für viele Lacher sorgte, da dafür ein Autokofferraum und eine Wand herhalten mussten. Am Ende haben wir es geschafft. Dieses Mahl im Wald zu genießen, vermittelt ein starkes Gefühl der Verwurzelung in den kulturellen Traditionen Madeiras. Man merkte sofort, dass es hier nicht nur um reine Nahrungsaufnahme ging; es ging vielmehr darum, gesellig zusammen zu sein, sich Geschichten zu erzählen und die natürliche Schönheit der Insel zu genießen. Es gibt einen Grund, warum die Einheimischen das so lieben - und jetzt kann ich es gänzlich nachvollziehen.
Nach dem Mittagessen packten wir zusammen, fuhren zurück Richtung Funchal und machten einen Stopp in einem Café direkt am Eingang des Madeira-Themenparks. Ein letzter Kaffee, bevor es zurück ins Hotel ging.
Auf der Rückfahrt ins sonnige Funchal erlebten wir fast alle Jahreszeiten. Von den kühlen Nebeln des Waldes kehrten wir zu klarem Himmel und Sonnenschein zurück. Es zeigte, wie vielfältig und kompakt doch Madeira ist: Man kann in weniger als einer Stunde von wolkenverhangenen Bergen zum Strandwetter gelangen. Ein wahrer traditioneller Tag auf Madeira und seinen Bergen. Er schloss einfach alles ein: dramatische Ausblicke, friedliche Wanderwege, gemeinsame Mahlzeiten im Wald, spontane Momente und die kulturellen Traditionen Madeiras.
Das traditionelle Essen Madeiras hat etwas für sich, besonders wenn man es in der Natur, umgeben von Freunden, genießt. Und wenn man dies mit den Geschichten und Ritualen kombiniert, die solche Ausflüge begleiten, wird sofort klar, warum diese kulturellen Traditionen Madeiras seit Generationen bestehen.
Alles in allem war dieser Tag eine herrliche Kombination aus Abenteuer und Erholung und spiegelte perfekt einen typischen traditionellen Tag auf Madeira in den Bergen wider. Jedem, der die Insel irgendwann einmal besuchst, dem kann ich nur empfehlen, einen solchen Tag einzuplanen - abseits der Menschenmassen, tief in den Bergen und Wäldern, mit nichts als gutem Essen, guter Gesellschaft und dem Besten, was Madeira zu bieten hat. Machen Sie es wie die Einheimischen.
Denn manchmal ist der beste Weg, einen Ort zu verstehen, nicht über Museen, sondern über seine Leute, seine Landschaften und natürlich sein Essen.
Die kulturellen Traditionen Madeiras sind in jedem Teil der Insel lebendig. Alles, was man mitbringen sollte, ist Appetit auf das traditionelle Essen Madeiras - und schon kann das Abenteuer beginnen.
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