Tauchen in Porto Santo: Die Unterwasserwelt der goldenen Insel entdecken

Tauche im kristallklaren Wasser, entdecke einzigartige Meereslandschaften und erlebe die authentischste und ruhigste Seite des Madeira-Archipels.
Mann mit Mütze und Rucksack lächelt.
João Amorim
Immersive Reisen
Datum:
Nov. 06, 2025
Lesezeit:
-min
Ich habe meinen Tauchschein mit 18 Jahren gemacht. Heute bin ich 33, und in diesen 15 Jahren bin ich nur einmal tauchen gewesen - letztes Jahr in Indonesien. Wieder tauchen zu gehen hat eine Tür geöffnet, die lange verschlossen war. Als sich dann die Gelegenheit bot, in Porto Santo zu tauchen, hätte ich kaum begeisterter sein können! Ich kannte den Ruf dieser Insel für diese Aktivität und hatte keine Zweifel daran, dass das Erlebnis unglaublich sein würde.
Damit ihr ein bisschen von diesem Tag mit mir miterleben könnt: Der Sonnenaufgang war wunderschön - ganz anders als vorhergesagt - und das Meer lag ruhig da. Alles war perfekt aufeinander abgestimmt, damit mein Wiedersehen mit der Unterwasserwelt unvergesslich wird.
Ich bin mit einer angenehmen Aufregung aufgewacht und konnte es kaum erwarten, den Anzug anzuziehen, die Weste zu justieren und das „leichte“ Gewicht der Flaschen auf dem Rücken wieder zu spüren. Allerdings war das alles nicht mehr so vertraut für mich, daher auch die Nervosität. Aber egal, ich wusste, dass ich in guter Gesellschaft sein würde.
Ich machte mich auf den Weg zum Clube Naval do Porto Santo, wo das Team vom Cipreia Dive Club mich schon gut gelaunt erwartete. Alle, die ich dort traf, waren unglaublich nett zu mir, und Susana begleitete mich vom Anfang bis zum Ende des Tauchgangs. Dieses leichte Nervenflattern, das einen überkam, bevor man ohne große Erfahrung ins Wasser tauchte, verflog schnell.
So machten wir uns auf den Weg zum heutigen Tauchplatz: Cabeço do Poio. Lasst euch nicht vom ungewöhnlichen Namen täuschen - der Ort ist wunderschön und gehört zu den bekanntesten Tauchplätze auf Madeira. Er liegt in der Nähe der Ilhéu de Cima, genau wie viele andere Tauchplätze in Porto Santo. Es war wunderschön, die Veränderung des Blautons des Wassers zu sehen, seit wir den Hafen verlassen hatten - bis zur Ilhéu, die tatsächlich „ganz nah“ war, nur etwa 10 Minuten Bootsfahrt entfernt. Cabeço do Poio ist perfekt für Taucher wie mich, die nicht so viel Erfahrung haben. Es ist ein relativ leichter Tauchplatz mit felsigen Blöcken, die von Leben bedeckt sind und eine fast mondähnliche Landschaft bilden. Die Tiefen variieren zwischen 15 und 28 Metern. Obwohl es in dieser Gegend etwas Wellengang gab, war die Sicht an diesem Tag einfach surreal - über 30 Meter kristallklares Blau erwarteten uns.
Das Briefing war sehr einfach und klar, und das Team vom Cipreia Dive Club war unglaublich geduldig mit mir. Susana hat mir empfohlen, eine Haube zu tragen, weil das Wasser kalt war, aber ich dachte, das wäre nicht nötig - ich war ja am Tag zuvor schon im Wasser und fand es völlig in Ordnung. Als wir alle vom Boot sprangen, merkte ich sofort. dass ich einen Fahler begangen hatte: Ja, hier war das Wasser deutlich kälter als am Strand! Aber trotzdem war die Begeisterung, im Wasser zu sein, größer als die Kälte, also war es gut auszuhalten!
Nach und nach verstummte das Geräusch an der Oberfläche und wurde ersetzt durch jene tiefgründige, flüssige Stille, in der sogar der Herzschlag sich dem Rhythmus des Meeres anpassen muss.
Für mich fühlt sich Tauchen an, als würde ich fliegen. Jedes Mal, wenn ich tauche, frage ich mich, warum ich so lange damit aufgehört habe - und habe sofort wieder Lust, es öfter zu tun. Was für ein unglaubliches Gefühl von Frieden und Verbundenheit mit der Welt um uns herum. Obwohl ich bei einigen Grundfähigkeiten, wie dem Halten der Tarierung, ein paar Schwierigkeiten hatte, hat das die Erfahrung, unter Wasser zu sein und von dem typischen Blau des Madeira-Archipels umgeben zu sein, keineswegs geschmälert.
tauchen auf in Porto Santo 10
Am Ende konnte ich das Wichtigste gut kontrollieren: die Atmung und den Blick! Und dann hieß es einfach nur genießen.
Ich muss zugeben, ich hatte nicht damit gerechnet, so viele Fische zu sehen. Wir sahen gleich Salemas, neugierige Lippfische, viele Trompetenfische und zahlreiche andere, die ich nicht benennen kann. Außerdem entdeckten wir drei oder vier Zackenbarsche - manche groß, andere kleiner - doch alle beeindruckend und ruhig, wie sie ihr Revier mit der ihnen eigenen Würde patrouillieren.
Wie gut, dass dieser Ort geschützt ist! Als ein natürlicher, geschützter und unberührter Zufluchtsort ist der Cabeço do Poio (wie auch die anderen Tauchplätze in Porto Santo) das ganze Jahr über ideal zum Tauchen - an manchen Tagen sogar mit einer Sichtweite von bis zu 100 Metern! Das ist wirklich beeindruckend! Die Wassertemperatur bleibt mehr oder weniger konstant und überall im Meer entdeckt man Leben. Es ist ein echtes Paradies für alle, die das Meer in Ruhe und in der Tiefe erkunden möchten.
Neben den Tauchlehrern waren noch zwei weitere Personen mit mir beim Tauchen. Einer von ihnen machte gerade den Advanced Diver-Kurs, um bis zu 30 Meter tief tauchen zu dürfen. Sein Ziel war es, am Ende des Kurses in der Korvette General Pereira d’Eça zu tauchen - einem Kriegsschiff, das 2016 versenkt wurde, um ein künstliches Riff zu schaffen. Es muss ein unglaubliches Erlebnis sein. Die andere machte gerade eine Art „Auffrischung“ - sie war schon lange nicht mehr getaucht und wollte ein paar Grundlagen wiederholen, um sich sicherer zu fühlen und technischere Tauchgänge machen zu können. Wir alle hatten unterschiedliche Ziele und Erfahrungen, aber ein gemeinsames Anliegen: den Tauchgang zu genießen und in diese andere Welt unter Wasser einzutauchen. Dank Cipreia konnten wir all das erleben - und vor allem spürte man bei allen dort die Leidenschaft und den Respekt für das Meer und für ihre Arbeit.
Wir kehrten zum Clube Naval zurück, mit salziger Haut und farbenerfüllten Augen. Das Boot glitt sanft über die kleinen Wellen, und die gute Stimmung an Bord war einfach angenehm. Mir wurde klar, dass ich der Einzige war, der keine Haube getragen hatte - und natürlich auch der Einzige, dem kalt war. Also habe ich meine Lektion gelernt: Immer auf den Tauchlehrer hören. Der Rest der Gruppe machte noch weitere Tauchgänge, aber ich wollte auch die anderen Dinge genießen, die Porto Santo zu bieten hat - also endete meine Taucherfahrung dort.
Wer schon einmal getaucht ist, geschnorchelt hat oder einfach gerne viel Zeit im Salzwasser verbringt, kennt sicher das gute Gefühl nach einer langen, heißen Dusche. Dieses Gefühl der Entspannung ist einfach unglaublich wohltuend. Den Rest des Tages verbrachte ich am Strand und genoss die Sonne, die sich endlich blicken ließ. Was für ein schöner Tag!
Porto Santo hat viel zu bieten - mehr, als viele vielleicht denken. Der Strand ist traumhaft und es lohnt sich, viele Stunden einfach im warmen Sand zu liegen, dem übrigens auch therapeutische Eigenschaften nachgesagt werden. Aber es gibt auch Wanderwege zu entdecken, versteckte Strände zu erkunden und natürlich die wunderbare Gastronomie, die jede Ecke unseres Landes so besonders macht. Wenn mich jemand fragt: „Was kann man in Porto Santo unternehmen?“, hätte ich viele Antworten parat. Aber eine davon lautet ganz klar: Geh tauchen! Tu dir selbst diesen Gefallen - ganz egal, ob du schon Erfahrung hast oder nicht. Selbst einen Schnuppertauchgang oder gleich den ganzen Kurs kannst du hier machen. Du wirst es garantiert nicht bereuen!
Tauchen
Tauchen vor Porto Santo

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