Madeira wurde schnell zu einem unserer Lieblingsreiseziele. Die Inselatmosphäre, das tolle Wetter und die spektakulären, rauen Landschaften sind wirklich kaum zu toppen. Die Vulkaninsel liegt nicht weit vom portugiesischen Festland entfernt im Atlantik und wird oft die „Insel des ewigen Frühlings“ genannt. Genau dieses Klima macht sie so besonders und angenehm zu erkunden.
Ihr könnt warme Sonnenstrahlen genießen, während ihr wandert, euch an Klippen abseilt oder spektakuläre Küstenstraßen entlangfahrt. In diesem Madeira Reiseführer findet ihr alle wichtigen Tipps und Infos.

Wie man nach Madeira kommt
Schon die Anreise nach Madeira ist ein kleines Abenteuer für sich. Wir sind mittlerweile schon zweimal geflogen und haben beide Male einen Fensterplatz genommen, nur um die spektakuläre Landung in Funchal mitzuerleben. Die Landebahn ragt über den Ozean hinaus. Auf der einen Seite sieht man die Steilküsten, auf der anderen das offene Meer. Es fühlt sich so an, als würde das Flugzeug direkt auf dem Wasser landen!
Madeira ist insgesamt sehr gut erreichbar, mit vielen Direktflügen aus europäischen Städten. Wenn ihr von weiter weg anreist, könnt ihr auch Anschlussflüge ab Lissabon oder Porto nehmen.
Reise-Tipp: Auch die kleinere Insel Porto Santo ist Teil dieses Reiseführers. Porto Santo ist auf jeden Fall einen Besuch wert, vor allem wenn ihr Strände mögt – der 9 km lange goldene Sandstrand ist wirklich beeindruckend.
Beste Reisezeit für Madeira
Eigentlich kann man bei Madeira mit dem Timing nichts falsch machen. Das Wetter ist das ganze Jahr über mild – nie zu heiß und nie zu kalt, um die Gegend zu erkunden.
Wir waren sowohl im Frühling als auch im Sommer auf Madeira und fanden beide Jahreszeiten großartig! Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme:
- Im Frühling erblüht die Natur in voller Pracht. Außerdem wird dort jedes Jahr ein lebhaftes Blumenfest gefeiert!
- Im Sommer sind die Bedingungen perfekt zum Schwimmen. Es gibt viele Strände und natürliche Pools.
- Im Herbst sorgt die Weinernte für lebendige Stimmung in der Region.
- Im Winter bleibt es mild und es ist eine perfekte Zeit, um dem kalten Norden Europas zu entfliehen. Ihr könnt wandern gehen und die wunderschöne Weihnachtsbeleuchtung in Funchal sehen.
Madeira Reiseführer: Was ihr sehen solltet
Madeiras berühmte Wanderwege
Zu unseren schönsten Erinnerungen gehören definitiv die Wanderungen auf der Insel. Wir liefen über Bergkämme, unter Wasserfällen durch und an steilen Klippen entlang. An manchen Tagen hatten wir die Wanderwege ganz für uns allein und hörten nur das Vogelgezwitscher.
Besonders beeindruckend sind die vielen Aussichtspunkte entlang der Wege.
Jeder Weg bietet einen Blick aus der Vogelperspektive auf Klippen, Berge oder den endlosen Atlantik. Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft wir einfach nur „wow“ gesagt haben.

In Lavapools schwimmen
Das Leben auf Madeira ist eng mit dem Meer verbunden.
Nach den anspruchsvollen Wanderungen verbrachten wir die Nachmittage entspannt in den natürlichen Lavapools und sahen zu, wie die Wellen gegen die Felsen schlugen. Nehmt unbedingt einen Schnorchel mit – ihr könnt dort richtig viel Unterwasserleben sehen!
Wir blieben nicht nur in den Pools, sondern fuhren auch hinaus auf den Atlantik, um den ganzen Tag Delfine und Wale zu beobachten. Die Begegnung mit einer Gruppe Delfinen und ihren Jungtieren, die neben uns umhersprangen, war eines unserer schönsten Erlebnisse.

Sehenswürdigkeiten in Funchal
Die lebhafte Hauptstadt der Insel, Funchal, bot mehr Kultur, als wir uns je hätten vorstellen können.
Wir machten wunderschöne Fotos von der Altstadt mit ihren bunten Häusern und Palmen, kauften auf dem Markt einheimische Köstlichkeiten und beobachteten das Treiben auf den sonnigen Terrassen.
Tipp: Der Tropische Garten Monte Palace Madeira ist ein Muss, und die Fahrt dorthin ist besonders einzigartig: mit der Seilbahn hinauf und mit den traditionellen Korbschlitten hinunter!

Probiert lokale Speisen
Die Gastronomie auf Madeira hat uns wirklich begeistert.
Als Fischliebhaber waren wir von den frischen Meeresfrüchten begeistert. An der Küste werden sie in fast jedem Restaurant serviert. Und von den warmen Körben mit Bolo do Caco Brot und Knoblauchbutter konnten wir nicht genug bekommen (einfach lecker!).
Ihr habt außerdem die Möglichkeit, in den charmanten Weinbergen Madeira-Weine zu probieren. Wenn ihr etwas Stärkeres möchtet, bestellt eine Poncha: die berühmte Spirituose der Insel, die aus Zuckerrohrbrand, Honig und Zitrusfrüchten hergestellt wird.

Madeira Reiseführer: Tagesausflug nach Porto Santo
Als wir nach Porto Santo kamen, fühlten wir uns wie im Paradies.
Im Gegensatz zu den dramatischen schwarzen Sandstränden Madeiras bietet Porto Santo eine flache, goldene Weite mit türkisfarbenem, ruhigem Meer.
Wir verbrachten viel Zeit am berühmten 9 Kilometer langen Strand, liefen barfuß durch den weichen Sand und fuhren mit dem Paddleboard über das kristallklare Wasser.

Madeira Reiseführer: Highlights der Insel
Wir sind zwar wegen der Landschaften nach Madeira gekommen, aber wir wurden von diesen einzigartigen Erlebnissen überrascht.
- Mit dem traditionellen Korbschlitten – dem Monte-Schlitten – den Berg hinunterfahren, gesteuert von zwei weiß gekleideten „Carreiros“, die dabei portugiesische Lieder singen.
- Die farbenfrohen Blumenumzüge beim Blumenfest in Funchal anschauen und den Sommerbeginn beim Atlantikfestival feiern (mit einem tollen Feuerwerk!).
- Den köstlichen Zuckerrohr-Honig-Kuchen der Insel namens Bolo de Mel probieren und teilen.
- Madeira-Weine auf Weinbergen mit vulkanischem Boden verkosten – mit Blick auf den Ozean.

Unterkunft
Wir hatten das Glück, Madeira zweimal zu besuchen und an verschiedenen Orten auf der Insel zu übernachten.
Funchal: Entscheidet euch für ein Boutique-Hotel im historischen Zentrum, nur einen Katzensprung von ausgezeichneten Restaurants und einem lebendigen Nachtleben entfernt.
Küste: Wir waren von den Resorts mit Pools und Spa-Behandlungen begeistert (perfekt zum Entspannen nach einem Wandertag!).
Berge: Es gibt viele ländliche Gästehäuser, die euch ein persönlicheres Erlebnis mit den Einheimischen bieten. Die Gastfreundschaft hier ist unschlagbar!

Mobilität auf Madeira
Wir haben beide Male ein Auto gemietet, so konnten wir auch abgelegene und unberührte Orte erreichen. Die Straßen sind spannend, mit steilen Abhängen und großartigen Ausblicken. Jede Fahrt fühlt sich wie ein Abenteuer an.
Wenn ihr nicht selbst fahren möchtet, gibt es einen tollen Hop-on-Hop-off-Bus, der euch zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten an der Südküste bringt. Alternativ könnt ihr die Natur auch auf einer organisierten Tour entdecken.
Praktische Tipps
- Währung: Euro. Es ist immer gut, ein wenig Bargeld für das Parken dabei zu haben.
- Sprache: Portugiesisch (die meisten Menschen sprechen auch Englisch).
- Internet: Gutes WLAN und Mobilfunk-Netzabdeckung.
- Kleidung: Gutes Schuhwerk zum Wandern und Kleidungsschichten. In den Bergen kann es kalt werden!
- Leitungswasser: Sicher zu trinken.
- Verantwortungsvolles Reisen: Bleibt auf markierten Wegen, respektiert Zäune und nehmt euren Müll immer wieder mit.
Gute Gründe für eine Reise nach Madeira
Wir hoffen, dieser Madeira Reiseführer hat euch inspiriert und eure Reiselust geweckt. Madeira verbindet Abenteuer und entspanntes Reisen auf wunderbare Weise.
Uns hat es sehr gefallen uns mit Gipfelwanderungen herauszufordern und danach entspannte Nachmittage am Strand zu verbringen oder einfach mit einer Poncha in der Hand das Inselleben zu beobachten.
Jedes Mal, wenn wir zurückkommen, wollen wir noch mehr sehen – es gibt hier einfach noch so viel verborgene Wildnis zu entdecken!